Unternehmens-Portrait

Die Geschichte der Verkehrsbetriebe Bachstein

Die Verkehrsbetriebe Bachstein GmbH ist ein traditionsreiches Verkehrsunternehmen mit einer über 130-jährigen Firmengeschichte. Sie wurde 1879 vom Firmengründer Herrmann Bachstein unter dem Namen Centralverwaltung für Secundairbahnen in Berlin gegründet. In der Folge baute und betrieb sie insgesamt 60 Eisenbahnstrecken

Ab den 1920er Jahren nahm der Wettbewerbsdruck durch das neue Verkehrsmittel Omnibus zu. Der Bus konnte die Beförderung von Personen sehr viel kostengünstiger anbieten als die Eisenbahnen. Auch Taxiverkehr und Individualverkehr mit PKW und Motorrädern nahmen zu. Die Centralverwaltung für Secundairbahnen reagierte, indem eigene Busbetriebe eingerichtet wurden. Bis 1945 wurden 11 Beteiligungen an Busgesellschaften eingegangen.

 

Busse der Verkehrsbetriebe Bachstein
Busse der Verkehrsbetriebe Bachstein

Die Verkehrsbetriebe Bachstein nach 1945

1944 mussten Teile der Verwaltung kriegsbedingt in die Nähe von Weimar, andere nach Osterwieck ausgelagert werden. 1946/1947 erfolgte die Enteignung der Betriebe in der sowjetischen Besatzungszone. 1948 wurde der Sitz der Gesellschaft nach Braunlage und damit in den britischen Sektor verlegt.

In den folgenden Jahrzehnten erfolgte die schwierige Phase der Konsolidierung: Wesentliche Vermögenswerte wurden enteignet und die Eisenbahnbetriebe westlich der Demarkationslinie, die weiterhin zur Unternehmensgruppe gehörten, krankten an mangelndem Aufkommen an Fahrgästen bzw. Frachten und mussten z.T. stillgelegt werden.

In dieser Phase erfolgte 1965 die Namensänderung der Centralverwaltung für Secundairbahnen. Sie heißt seitdem nach dem Gründer des Unternehmens Verkehrsbetriebe Bachstein GmbH. Zunehmend wurde der straßengebundene Verkehr mit Bussen betrieben.

 

Die Verkehrsbetriebe Bachstein GmbH heute

Die Verkehrsbetriebe Bachstein GmbH wurde zu einem modernen, effizienten Dienstleistungsunternehmen ausgebaut, welches vornehmlich Linien-, aber auch Schüler- und Berufs- und Reiseverkehre mit Bussen durchführt.

In 2002 beteiligte sich VB an dem Zusammenschluss dreier Busunternehmen im Landkreis Celle zur CeBus GmbH & Co. KG und begann eine enge Kooperation, die auch in dem gemeinsamen Firmensitz in Celle zum Ausdruck kommt.

Während Celle Sitz der Verwaltung ist, werden in den Niederlassungen Hornburg, Wolfsburg-Vorsfelde und Hof / Saale Leistungen im Rahmen des o.g. Spektrums erbracht. Die Niederlassungen Hornburg und Wolfsburg sind Mitglied im Tarifverbund Großraum Braunschweig und die VB ist Gründungsmitglied des Verbundes, der seit 1998 die Aufgabe erfüllt, einen einheitlichen Tarif im Verbandsgebiet des Zweckverbands Großraum Braunschweig anzubieten. In Hof hat die VB im Laufe der Jahre verschiedene Verkehrsgemeinschaften mit benachbarten Verkehrsunternehmen gegründet und auch hier das Ziel erreicht, einheitliche Tarife zu schaffen und eine durchgängige Bedienung für den Fahrgast zu schaffen.

Als Ergebnis eines im Juli 2006 vom Land Niedersachsen eingeleiteten Privatisierungsverfahrens erhielt die Bietergemeinschaft Arriva-Bachstein GmbH im Dezember 2006 den Zuschlag für die Gesellschaftsanteile von Bund, Land, DB Regio und des Landkreises Harburg an der Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE) in Celle. Im März 2007 übernahm die Arriva-Bachstein GmbH die Aktienmehrheit der Gesellschaft. Seither gibt es eine enge Kooperation zwischen VB und den Verkehrsunternehmen der OHE, Kraftverkehrsgesellschaft Stade GmbH & Co.KG und KVG Lüneburg GmbH sowie Verkehrsgesellschaft Osthannover GmbH. Auch die CeBus ist in diese Zusammenarbeit eingebunden. Anfang Dezember 2010 erfolgte der Verkauf der Arriva Deutschland GmbH an ein Konsortium der italienischen Staatsbahn FS und des Finanzinvestors Cube Infrastructure. Diese gaben dem Unternehmen am 21. März 2011 den neuen Namen Netinera. In der Folge firmierte auch die Arriva-Bachstein GmbH um in Netinera-Bachstein GmbH.